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THE AP JOURNAL: Conversation with Ann

Für diese Ausgabe von The AP Journal richten wir den Blick nach innen. Dieses Mal sprechen wir mit Ann Perica selbst – Gründerin, Designerin und kreative Kraft hinter der Marke.
Zwischen Zürich und Bern, zwischen Atelier und Landleben, zwischen Mutterschaft und Unternehmertum spricht Ann über Schmuck als etwas zutiefst Persönliches – als Begleiter, die Erinnerungen, Emotionen und Beständigkeit in sich tragen. Sie erzählt von ihrer Beziehung zum Design, von den Geschichten, die in ihren eigenen Schmuckstücken weiterleben, und von den Inspirationen, die ihre Arbeit heute prägen: von Architektur und Herkunft bis hin zu den feinen Rhythmen des Alltags.

WER BIST DU, UND WOFÜR BRENNST DU IN DEINEM ALLTAG ODER BERUF?

Ich bin Ann Perica, Gründerin und Designerin meines gleichnamigen Schmucklabels. Seit fünf Jahren führe ich meine Boutique im Zürcher Seefeld, wobei mein Weg dorthin schon früher begann. Zunächst entwarf ich maßgefertigte Schmuckstücke für private Kundinnen und Kunden in Bern und Zürich, nachdem ich mehrere Jahre mit in New York ansässigen Diamanthändlern auf internationalen Schmuckmessen zusammengearbeitet hatte. Ich bin in Bern aufgewachsen und bewege mich bis heute zwischen den beiden Städten, ein Rhythmus, der mein Leben widerspiegelt.

Zürich ist der Ort, an dem sich meine kreative und berufliche Welt entfaltet. Ich liebe die Stadt für ihre Balance: den See, das stetige Entstehen neuer Ideen und Orte und gleichzeitig die Pflege von Tradition. Meine Arbeit als Designerin und Unternehmerin ist mein kreatives Ventil. Sie reicht vom Entwerfen neuer Schmuckstücke bis zur Entwicklung der Markenvision sowie von Marketing und Strategie gemeinsam mit meinem Team.

Gleichzeitig ist Ausgleich für mich essenziell. Unser Zuhause liegt auf dem Land nahe Bern, wo das Leben langsamer wird. Ich bin Mutter einer kleinen Tochter, und die Zeit mit meiner Familie erdet mich vollkommen.



WAS BEDEUTET FÜR DICH SCHMUCK – IM ALLTAG ODER BEI BESONDEREN MOMENTEN?

Schmuck war für mich schon immer etwas sehr Persönliches. Deshalb steht bei uns die Individualisierung im Mittelpunkt. Wir kreieren Schmuckstücke, die die persönliche Geschichte eines Menschen widerspiegeln, oft durch Gravuren oder sorgfältig ausgewählte Steine.
Auch in meinem eigenen Leben begleitet mich Schmuck täglich. Es gibt Stücke, die ich fast immer trage, vertraute Designs, die ein Teil von mir geworden sind. Daneben gibt es Schmuckstücke für besondere Anlässe oder Momente, in denen ich ein Statement setzen möchte. Ich liebe es, wenn Schmuck ein Outfit vollendet, bin aber ebenso von unerwarteten Kontrasten angezogen. Edle Stücke mit lässigen Looks zu kombinieren oder scheinbare Gegensätze zusammenzubringen fühlt sich für mich sehr selbstverständlich an.


GIBT ES EIN SCHMUCKSTÜCK, DAS DICH BESONDERS BEGLEITET ODER EINE GESCHICHTE ERZÄHLT?

Auf jeden Fall, jedes Stück, das ich besitze, hat eine eigene Geschichte.
Mein erstes Medaillon, graviert mit einem tropischen Blatt, entstand zu meiner Hochzeit, die in einem Garten in Los Angeles stattfand. Es wird mich immer an diesen Moment erinnern. Heute hat meine Tochter es bereits für sich entdeckt, als etwas Vertrautes, mit dem sie spielt.

Andere Schmuckstücke sind stark mit Familie und Herkunft verbunden, wie eine kleine Uhr, die mir meine Mutter geschenkt hat. Sie wurde einst von meiner Großmutter getragen und ist heute über 80 Jahre alt. Außerdem trage ich und meine Schwester einen Ring, jeweils mit einem rosafarbenen Diamanten besetzt, als Symbol unserer Verbundenheit. Natürlich hat auch mein Verlobungsring seine eigene Geschichte, ebenso wie meine Geburtssteinringe oder andere Schmuckstücke, die unterschiedliche Kapitel meines Lebens markieren.

WAS WÜRDEST DU ALS DAS SIGNATURE PIECE VON ANN PERICA BEZEICHNEN?

Aus meiner Sicht ist es der Pomander. Der Pomander-Anhänger war das allererste Schmuckstück, das ich entworfen habe, und in vielerlei Hinsicht der Ausgangspunkt der Marke.
Historisch waren Pomander kleine Gefäße, die mit duftenden Substanzen gefüllt und ab dem Mittelalter getragen wurden. Sie enthielten Kräuter, Gewürze, Blumen oder Harze und wurden häufig aus Edelmetallen gefertigt, mit Edelsteinen besetzt und in Formen von Früchten, Blumen, Tieren oder symbolischen Motiven gestaltet.
Meine Neuinterpretation haucht dieser mystischen Tradition neues Leben ein. Der Pomander ist ein Parfum-Anhänger aus Gold, der sich öffnen lässt und im Inneren eine Keramik-Kapsel enthält. Auf diese kann man sein Lieblingsparfum oder ein ätherisches Öl auftragen. Durch die Körperwärme entfaltet sich der Duft im Laufe des Tages langsam und wird sanft über den Anhänger abgegeben. Anders als Parfum auf der Haut, das man nach einer Weile kaum noch wahrnimmt, tritt das Aroma beim Pomander subtil immer wieder in Erscheinung.


WAS INSPIRIERT DICH AKTUELL ODER GIBT DIR KRAFT?

Meine größte Kraft- und Inspirationsquelle ist meine Tochter. Viele Entscheidungen, die ich heute treffe, hängen mit ihrem Dasein zusammen, nicht nur in meinem Leben, sondern auch in meiner Arbeit. Durch sie ist mir noch bewusster geworden, dass manche Schmuckstücke uns überdauern und weitergegeben werden sollen. Beim Entwerfen stelle ich mir manchmal schon vor, wie ein Stück in vielen Jahren getragen oder eines Tages weitervererbt wird. Dieses Gefühl von Kontinuität ist mir sehr wichtig geworden.
Darüber hinaus schöpfe ich Inspiration aus vielen Bereichen. Ich hatte schon immer mehr Ideen, als ich umsetzen kann. Architektur spielt eine große Rolle, insbesondere Mid-Century-Design mit seiner Klarheit und starken Linien. Gleichzeitig fühle ich mich stark zu Art Déco und zu roheren, folkloristischen Elementen hingezogen. Objekte mit Geschichte und handwerklicher Tiefe, wie eine alte Kuhglocke oder ein handgeschnitzter Schweizer Stuhl, üben eine besondere Anziehung auf mich aus. Ich liebe die Spannung, die entsteht, wenn sich diese Welten begegnen, elegant und roh, strukturiert und intuitiv.
Ich sammle visuelle Eindrücke oft in Collagen, und Plattformen wie Pinterest helfen mir dabei, Stimmungen und Ideen intuitiv festzuhalten. Aktuell inspirieren mich besonders Frauen, die intuitiv und selbstbewusst mit Mode umgehen, zum Beispiel Leandra Medine, und die Art, wie sie Schmuck und Kleidung auf unerwartete, mutige Weise kombiniert.



WENN MAN DICH IN DEINER NACHBARSCHAFT SUCHEN WÜRDE – AN WELCHEM LIEBLINGSORT WÜRDE MAN DICH WAHRSCHEINLICH FINDEN?

Wir leben in einem Bauernhaus ausserhalb von Bern, und viele meiner Tage spielen sich in der Natur rund um den Hof ab. Im Sommer ist das Schwimmen in der Aare beim Marzili ein Muss. Sich mit Blick auf das Bundeshaus durch den Fluss treiben zu lassen, verliert nie seinen Zauber. In der Stadt verbringe ich warme Abende gern in der Kunsthalle Bar oder gehe auf ruhige Spaziergänge durch den Botanischen Garten von Bern, oft mit einem anschließenden Gelato von der Gelateria di Berna. Für einen kurzen Stopp bei der Confiserie Tschirren habe ich immer Zeit, vor allem wegen der Schoko-Aprikosen. Für Momente der Ruhe und Pflege besuche ich Sparkling Cosmetics, einen der schönsten und besten Orte für Facials der Schweiz.
In Zürich findet man mich meist bei der Arbeit, in unserem Showroom im Seefeld oder in der Umgebung, oft bei einem kurzen Spaziergang am See zwischen Terminen.



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